Thomas Bengner
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UDT - Universal-Data-Transmission verbindet System-Welten
1988 automatisierten wir die Datenübernahme zwischen Großrechnern und der PC-Welt
"Schaffen Sie eine Möglichkeit Daten vom Großrechner Bull® DPS 7® per Knopfdruck auf verschiedene PC-Stationen zu übernehmen und in Form von Etiketten oder Zolldaten weiterzuverarbeiten."

So lautete die Aufgabenstellung, die wir 1988 von unseren damaligen Arbeitgeber gestellt bekommen haben. Die hauseigene Großrechner-Warenwirtschaft war gerade bei einem großen deutschen Bekleidungshersteller eingeführt worden und bald mußten die ersten 100000 Schmuck- und Textiletiketten aus der Warenwirtschaft gedruckt werden.

Die Industriedrucker mussten seriell angesteuert werden. Für die Datenübernahme stand nur ein langsamer RBF-Transfer in der Terminal-Emulationssoftware zur Verfügung.

Beim Kunden mussten bald in mehrere Werke Unmengen von Etiketten mit unterschiedlichen Layouten und Barcodes herauskommen, damit der Saisonbetrieb ausgenommen werden konnte. Zusätzlich mußten auch Zolldaten auf PCs weiterverarbeitet werden und ein PPS-System mit live Großrechnerdaten versorgt werden.

Mechanismo Software


Virtuelles Terminal Interface + Pascal + Clipper + Toolbox

Wir experientierten mit einem virtuellen Terminal Interface, mit dem ein "programmierter Benutzer" Tastatur- Eingaben an den Großrechner DPS 7® schicken konnte. Erst in Assember dann in einem Pascal-Dialekt programmiert. Ein großes Problem bereitete uns die automatische Anmeldung an das Transactionssystem des Großrechnern.

Da die PCs im Lager von diversen Leuten für unterschiedliche Zwecke benutzt wurden, konnte es durchaus vorkommen, daß der PC in einem falschen Transaktionsbereich angemeldet war, wenn ein anderer Benutzer jetzt Etiketten drucken wollte. Oder ein abgestütztes Großrechnerprogramm blockierte mit einer Rückmeldung die zugeordnete Stationsadresse, die auch unsere Software benutzen musste.

Unser Ziel war die Datenübernahme und Verarbeitung aus jeder Situation heraus per Knopfdruck automatisch durchführen zu lassen. Durch die Verarbeitung eines sogenannten "Freiblocks" war unsere dynamische Großrechneranmeldung schliesslich immer erfolgreich möglich.


Kommunikationskarten

Um überhaupt eine Verbindung zu einem Großrechner DPS 7® per virtuelles Terminal Interface aufnehmen zu können, benötigte man eine spezielle Kommunikationskarte im PC

SCOM-Karte für TCS-Router
UCOM-Karte für TCU-Router
XCOM-Karte für direkten seriellen Anschluss an den Großrechner
CELENIS-Karte für PC mit mehr als 16 Mhz CPU-Takt


Regiezentrum, Interpreter und Kommunikationsmodul

Nachdem die Automatische Anmeldung gut funktionierte, hatten sich schon eine Vielzahl an Parametern angesammelt, die änderbar sein mußten. Deshalb entstand zusätzlich zum Kommunikationsmodule, dass in Pascal programmiert war, eine übersichliche Bedieneroberfläche zur Konfigurierung und Steuerung. Diese Oberfläche wurde mit Clipper® 87 entwickelt und konnte sämtliche Parameter der Kommunikationskarten verwalten. Zusätzlich entstand das Regiezentrum zur Zusammenstellung von Datentransferketten. Eine Datentransferkette bestand auch verschiedenen Typen von Bausteinen, die jeweils unterschiedliche Paramtereinstellungen verarbeiten konnten.


Bausteintypen von UDT

BLOCK

- Auf- und Abbau Kommunikationsweg mit Großrechner
- Sichern und Wiederherstellen der Verbindung


LOGIN / LOGOUT

- Automatische Anmeldung an das Großrechner-Transaktionssystem


RBF / MML

- Durchführung Filetransfer vom oder zum Großrechner


DIALOG

- Durchführung Dialogtransfer


EXTERN

- Anstarten von externen PC-Programmen zur Weiterverarbeitung der Daten


DIENST

- Konfigurierbare Protokollierung
- Ablaufsteuerung mit GOTO, CASE, IF EXIST DATEI, IF WERT Anweisungen


Es konnten beliegt viele Bausteine zu Verarbeitungketten zusammengesetzt werden. Einen Teil der Bausteine führte der in Clipper® 87 geschriebene Interpreter aus, während für alle Großrechnerkommunikationen das Pascal-Modul aufgerufen wurde.


Unser Dialogtransfer als Alternative zu RBF und MML

Das Übertragen einzelner Dateien mit dem RBF-Transfer war für unsere Zwecke nicht ausreichend. Ausserdem kam es in einzelnen Werken unserer Kunden immerwieder zu Transferabbrüchen oder Überlastungen. Wir entwickelten deshalb den Dialog-Transfer, der aus einem Großrechnermodul und dem Kommunikationsmodule von UDT bestand.

Dabei wurden nicht eine ganze Datei vom Großrechner übertragen, sondern ein Großrechnerprogramm angestartet und auf Antwort gewartet. Das Großrechnerprogrmam stellte die Daten in einem spezielle Outputbereich bereit und vergab eine eindeutige Transfernummer. Dann wurde zwischen dem Großrechner und dem UDT-Programm der Dialogtransfer angestartet. Ein Datenblock mit Prüfziffer mit einer maximallen Länge von 5K wurde über das virtuelle Terminalinterface zum PC gesendet. Erst nachdem UDT mit der gleichen Prüfzifer geantwortet hatte, wurde der nächste Datenblock gesendet. Ansonsten erfolte eine Wiederholung.

Mit dieser Methode gelang es nun auch große Menge z.B. für Etikettierungzwecke sehr schnell und sicher zu übertragen.


UDT im Einsatz

UDT mit dem Dialogtransfer wurde seit 1988 bei einer Vielzahl von Kunden eingesetzt. Verzollungsdaten, Etikettierdaten oder Daten für Produktionsplanungssysteme wurde damit übernommen. Dabei wurde teilweise auch die programmierbare Ablaufsteuerung eingesetzt, um situationsbedingt Entscheidungen während der Ausführung abwickeln zu können. Ab 1995 kam mit UDT 2.0 eine Version für die Kommunikation mit IBM® AS/400® - Systemen dazu.







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Bull®, DPS 7®, sind eingetragene Warenzeichen der Bull S.A. in Frankreich und der Bull GmbH in Deutschland.

Visual Objects®, Clipper® sind eingetragene Warenzeichen der GrafX Software Development in den Vereinigten Staaten von Amerika.

dBase® ist ein eingetragenes Warenzeichen der dBASE LLC.

IBM®, DB2®, OS/2®, DB2/6000®, AS/400®, OS/400® sind eingetragene Marken bzw. Warenzeichen der IBM Corporation oder IBM Deutschland GmbH.



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